Wir kennen alle diesen einen Gedanken, der uns nachts wachhält: „Wenn erst alles perfekt ist, dann werde ich glücklich sein.“
Wir warten auf den richtigen Moment. Auf den neuen Job, das Haus im Grünen, den perfekten Partner. Wir leben in einem ständigen Wartezimmer und glauben fest daran, dass unser innerer Frieden davon abhängt, wie es im Außen aussieht.
Lange Zeit habe ich das auch geglaubt. Bis mir das Leben erst eine unglaubliche Geschichte erzählte – und mich dann zwang, sie am eigenen Leib zu überprüfen.
Eine Begegnung, die alles veränderte
Es begann vor ein paar Jahren. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Festival. Es war kein gewöhnliches Party-Wochenende, sondern ein „Healing Festival“ – ein Ort der Stille, ganz ohne laute Musik, dafür mit tiefen Begegnungen.
Dort fand ich schnell Anschluss an eine Gruppe wunderbarer Menschen. Sie hatten einen Plan, der gleichermaßen verrückt wie schön klang: Sie wollten eine Musikerin, die sie dort kennengelernt hatten, in ihre Heimat in die Ukraine begleiten. Ihr Ziel war es, dort zu helfen, ein Lager aufzubauen und gemeinsam einen kleinen Tempel zu errichten.
Jeder, der helfen wollte, war willkommen. Ich spürte sofort diesen unerklärlichen Impuls in mir: „Da musst du mit.“ Also sagte ich zu.
In den Tagen vor der Abreise verbrachte ich viel Zeit mit dieser Gruppe. Einer von ihnen war Peter. Er würde am Ende nicht mit uns in die Ukraine fahren, aber in unseren Gesprächen erzählte er mir etwas, das mich zutiefst berührte.
Peter hatte eine schwere Vergangenheit. Er hatte im Gefängnis gesessen – einem Ort aus Beton, Stahl und absoluter Unfreiheit. Doch er erzählte mir, dass er genau dort, in der Enge seiner Zelle, eine Vision hatte. Ihm erschien Jesus. Und die Botschaft, die er dort empfing, brannte sich mir ein:
„Liebe, Freiheit und Glück sind nicht Umstand eines Ortes, sondern Umstand deines Bewusstseins.“
Der Frieden im Auge des Sturms
Damals hörte ich den Satz, nickte und fand ihn weise. Aber verstanden habe ich ihn erst Wochen später.
Wir waren in der Ukraine angekommen. Es war 2020. Die politische Lage war extrem angespannt, der Konflikt im Land war überall spürbar. Wir befanden uns quasi in einem Kriegsgebiet. Eigentlich ist das der perfekte Ort für Angst, Panik und den Fluchtinstinkt.
Aber als wir durch die Ukraine fuhren, geschah etwas Verrücktes: Ich hatte keine Angst. Im Gegenteil. Ich fühlte einen Frieden, der tiefer war als alles, was ich von „sicheren“ Orten kannte. Ich fühlte mich vollkommen angebunden, ruhig und glücklich.
Plötzlich fiel mir Peters Satz wieder ein. Das Leben hatte mir den ultimativen Beweis geliefert:
Ich kannte das Gefühl, im Paradies zu sitzen – an Traumstränden, im sicheren Deutschland, mit genug Geld auf dem Konto – und mich innerlich wie in der Hölle zu fühlen. Getrieben, leer, unglücklich.Und nun saß ich in einem Krisengebiet und fühlte den Himmel in mir.
Da wurde mir klar: Es ist völlig egal, wo du bist. Entscheidend ist nur, von welchem Geist du gerade besessen bist. Bist du besessen von der Angst? Oder bist du erfüllt vom Geist der Liebe? (den heiligen Geist)
Das Gefängnis in unserem Kopf
Vielleicht denkst du jetzt: „Markus, das war eine Ausnahme-Situation.“ Aber schau dir die Geschichte an. Es gibt Menschen, die uns beweisen, dass Freiheit niemals eine Frage von Mauern ist.
Denk an Nelson Mandela.
Mandela verbrachte 27 Jahre im Gefängnis. Eine unvorstellbar lange Zeit. Physisch war er der unfreiste Mensch, den man sich vorstellen kann. Er lebte auf wenigen Quadratmetern, isoliert, bewacht von einem brutalen Regime, das ihn brechen wollte.
Nach der Logik unserer Welt hätte er wahnsinnig werden müssen. Er hätte voller Hass, Bitterkeit und Rachegedanken sein müssen. Er war an einem Ort der absoluten Dunkelheit.
Doch was geschah, als er nach fast drei Jahrzehnten freikam? Er trat ins Licht und veränderte die Welt mit einer Botschaft der Versöhnung und Würde. Er war nicht gebrochen. Er war gewachsen.
Wie war das möglich? Weil Mandela sich im Gefängnis nicht um den „Umstand des Ortes“ gekümmert hat. Er konnte die Mauern nicht verschieben. Aber er kümmerte sich jeden Tag diszipliniert um den „Umstand seines Bewusstseins“. Er kultivierte in sich einen Garten der Hoffnung, den keine Mauer der Welt einsperren konnte. Er bewies der Menschheit: Du kannst eingesperrt sein und trotzdem freier als deine Wärter.
Und wir? Wir sitzen oft in luxuriösen Wohnungen, sind frei zu reisen, haben volle Kühlschränke – und bauen uns dennoch ein Gefängnis aus Sorgen und Ängsten in unserem eigenen Kopf.
Wie du den Schlüssel findest (Das Radio-Prinzip)
Die spannende Frage ist nun: Wie machen wir das? Wie erreichen wir diesen Zustand, den Mandela hatte und den ich in der Ukraine spüren durfte, ohne erst 27 Jahre in eine Zelle zu müssen?
In meinem Buch „Die Essenz – Die reine Lehre Jesu“ widme ich diesem Geheimnis ein ganzes Kapitel. Denn Jesus sprach oft vom „Himmelreich“, aber wir haben ihn falsch verstanden. Wir dachten, es sei ein Ort in den Wolken. Aber das griechische Wort entosthymon, das er nutzte, bedeutet: „Inwendig in euch“.
Um das für unseren modernen Verstand begreifbar zu machen, nutze ich im Buch das Bild eines Radios:
„Stell dir vor, du sitzt in einem stillen Zimmer. Du glaubst, es sei ruhig. Doch in Wahrheit ist dieser Raum durchdrungen von unsichtbaren Radiowellen […]. Du hörst nichts, weil dein Empfangsgerät ausgeschaltet ist. Die meisten Menschen haben ihr inneres Radio auf den Sender ‚Ego FM‘ eingestellt: Sorgen, Angst, Urteile. Deshalb hören sie nur Rauschen. Aber in dem Moment, in dem du den Sender wechselst – auf Stille, auf Dankbarkeit, auf Liebe – wird das Unsichtbare plötzlich hörbar.“
Das ist der Schlüssel, den ich dir in „Die Essenz“ in die Hand geben möchte: Dein Bewusstsein ist das Empfangsgerät.
In der Ukraine war mein Radio glasklar auf Vertrauen und Anbindung eingestellt. Deshalb empfing ich Frieden.
In meinen „Höllen-Momenten“ im Paradies war mein Radio auf Angst und Mangel eingestellt. Deshalb empfing ich Leid.
Die Anleitung für den Alltag
Es reicht nicht, das nur zu wissen. Du musst lernen, am Knopf zu drehen. In „Die Essenz“ zeige ich dir genau, wie du den Sender wechselst, wenn der Alltag laut wird:
Im Stau: Bist du besessen von der Angst (zu spät kommen)? Oder wechselst du den Sender auf Liebe (Akzeptanz)? Der Stau bleibt, dein Gefühl ändert sich sofort.
Beim Blick aufs Konto: Siehst du Mangel? Oder erinnerst du dich an das Vertrauen der Vögel, von dem ich im Kapitel über die Sorgen schreibe?
In Konflikten: Willst du recht haben (Ego-FM)? Oder fragst du dich: „Was würde die Liebe jetzt tun?“
Die ultimative Konsequenz
Wenn wir das zu Ende denken, stellt sich eine radikale Frage: Wenn ich mich im Paradies wie in der Hölle fühlen kann und im Krieg wie im Himmel – sind Himmel und Hölle dann vielleicht gar keine Orte, an die wir nach dem Tod kommen?
Sind es vielleicht Entscheidungen, die wir jeden Morgen treffen?
Genau darüber werde ich in meinem nächsten Beitrag sprechen. Ich werde dir ein Geheimnis lüften, das die Kirche oft verschwiegen hat: Warum du nicht sterben musst, um in den Himmel zu kommen – und wie du die Tür dorthin schon heute öffnest.
Willst du nicht länger warten?
Du musst nicht auf den nächsten Blogbeitrag warten, um den Sender zu wechseln. Die komplette Anleitung für ein Leben in innerer Freiheit habe ich in meinem Buch für dich niedergeschrieben.
„Die Essenz“ befreit dich von alten religiösen Drohungen und zeigt dir, wie du die göttliche Kraft in dir selbst entdeckst – Schritt für Schritt, verständlich und direkt anwendbar.
Möchtest du lernen, wie du dein inneres Radio dauerhaft auf Liebe stellst?